Team Knut

die erste Woche

>3.500 km sind geschafft

Die Jungs vom Team Knut sind seit nun gut einer Woche schon unterwegs. Auf ihrer Reise um die Ostsee haben die fünf bereits einiges erlebt und lassen uns regelmäßig durch Bilder und Texte daran teilhaben.

Tagebuch der Jungs

Stage 1: Hamburg – Malmö (550km | 8h)

Johannes - 18.06.17: Gestern war es endlich soweit! Der 7. Baltic Sea Circle wurde offiziell in Hamburg gestartet. Und mit dabei wir, #170 Team Knut.
Nach einem Frühstück im Kiez ging es für uns zur Startaufstellung auf den Hamburger Fischmarkt. Nach ersten Meet & Greet mit den anderen Teams, Fotos und Film (sogar das Fernsehen war da!) fuhren wir unseren Pajero um 12:30 über die Startrampe und starteten die 8.000km lange Reise.
Nach anfangs leichten Navigationsproblemen legten wir für Fischbrötchen und Einkauf nach ca. 2h einen ersten Stopp in Kiel ein. Anschließend ging es zackig weiter gen Dänemark, entspannt wenn man mit 110 km/h (unser maximales Reisetempo) plötzlich kein Verkehrshindernis mehr ist. Nach einigen hundert Kilometern erreichten wir schließlich zum späten Abendessen und Sightseeing Kopenhagen ehe das Tagesziel Malmö angesteuert wurde. Resümee für Etappe 1: 3 Länder, 550km, über 8h Fahrtzeit und trotzdem viel gesehen. So kann’s weitergehen 🙂

Stage 2: Malmö – Stockholms lån (600km | 11h)

Carsten - 20.06.17: Nach einer kurzen Nacht entdeckten wir erst Sonntagmorgens, wo genau wir vier Stunden zuvor unsere Zelte aufgeschlagen hatten: in einem Malmöer Stadtpark direkt am Wasser!
Bei traumhaftem Wetter starteten wir unseren Tag mit einem ausgiebigen Bad in der Ostsee – und fühlten uns danach wie neu geboren!
Unser großes Tagesziel sollte das 700km entfernte Stockholm sein, doch schnell mussten wir feststellen, dass im wunderschönen schwedischen Hinterland kein zügiges Vorankommen möglich war.
Für das absolute Tages-Highlight sorgte ein freundlicher Elchbulle am Wegesrand, der sich vor allem für unseren Vorrat an frischen Äpfeln zu interessieren schien, kurz unser Funkgerät benutzte und zum Abschied beherzt ins Auto schnäuzte.
Nach weiteren Zwischenstopps, mussten wir gegen Abend feststellen, dass noch immer knapp 400 km vor uns lagen. Auf den weitläufigen Straßen in Astrid Lindgrens Småland ging es Stundenlang im „Rallyemodus“ durch die Nacht: Maximale Pajerogeschwindigkeit, oft Stundenlang durch menschenleere Wälder, Navigator und Fahrer als eingespieltes Team. Im mehrfachen Kontakt mit Wild aller Art erwiesen sich auch unsere Zusatzscheinwerfer als unverzichtbar.
In der Morgendämmerung gegen halb 4 trafen wir auf die Ostküste und schlugen in der erst besten Wiese unser Lager auf.

Stage 3: Stockholms Lån – Sveg (600km | 9h)

Johannes - 23.06.17: Unsere wohlverdiente Nachtruhe wurde am Tag der 3. Etappe schon früh morgens jäh unterbrochen, als eine Ballenpresse auf ca. 10cm an unseren Zelten vorbeizirkelte und uns fluchtartig aus den Zelten jagte. Doch auch nach spontanem Umzug der Zelte konnte sich so kein ruhiger Schlaf mehr einstellen. Entschädigung fanden wir in unserem Frühstücksplatz direkt am Meer mit Bergen von frischem Obst und Müsli.
Hier bemerkten wir auch die erste Panne, einen platten Reifen, der allerdings in einem rekordverdächtigen Tempo repariert war. Anschließend manövrierten wir unseren geliebten Pajero nach Stockholm, der Perle Skandinaviens. Nach gar nicht schwedischen Mittagessen (chinesische Dumplings) und kurzer Stadtbesichtigung hatte uns die Europastraße gen Nordschweden wieder. Auf schönsten Straßen jagten wir auf den Spuren von Walter Röhrl durch die Einöde. Kurz vor Mitternacht fanden wir in Sveg das perfekte Camp, mit Hütte, Feuerstelle und direkt am See. Schon bald gesellten sich zwei andere Teams zu uns und wir genossen zusammen die Schweden-Romantik. Unsere Abendessen, Steak mit griechischen Salat wurde jedoch abrupt von einsetzenden Schlagregen unterbrochen, was jedoch durch einen Rum-Tee Cocktail schnell vergessen war.

Stage 4: Sveg – Mo i Rana (840km | 12h)

Johannes - 23.06.17: Erneut wurden wir früh morgens von ratternden Geräuschen aus dem Schlaf gerissen. Dieses mal begrüßte uns ein freundlicher Schwede mit Rasenmäher, deutlich weniger einschüchternd als die Traktorreifen neben unseren Zelten am Tag zuvor. Nach kurzer Fotosession verließen wir das schwedische Tiefland und fuhren vorbei an ausgestorbenen Skigebieten in Richtung der norwegischen Grenze.
Das 4. Land der Rallye begrüßte uns mit einer genialen Passstraße. Brav und zuverlässig spulte unser Pajero ein Höhenmeter nach dem anderen ab und führte uns zu den ersten schneebedeckten Bergen und einsamsten Ecken. Nach Passieren des Passes veränderte sich das Landschaftsbild komplett. Wald weichte nördlicher Tundra und Hirsche wurden durch Rentiere ausgetauscht, die mehrfach fast mit unseren Rammschutz Bekanntschaft machten. Nach kurzem Upgrade unserer Ausrüstung in Trondheim, wasserdichte Schuhe sind ganz praktisch, stand der zweite Pass des Tages an. Hinter jeder Kurve öffneten sich neue atemberaubende Ausblicke und die Wasserfälle übertrumpfen sich in Größe. Nach einigen Elchen am Wegesrand gönnten wir uns für die Nacht eine Cabin mit Luxus wie einem eigenen Bad, um uns und unsere Ausrüstung zu säubern und trocken.

Stage 5: Mo i Rana – Gimsøy (460km | 9h)

Johannes - 23.06.17: Nach erholsamen aber leider viel zu kurzen 3,5h Schlaf (uns stand ein Wettrennen auf die Fähre bevor) starteten wir in den Tag der Superlative! Die ersten wirklichen Rallye-Straßen führten uns auf einer staubigen Buckelpiste zum Polarkreis, den wir schneebedeckt und auf knapp 700m Höhe überquerten. So schnell unser Pajero nur läuft jagten wir anschließend durch den Nationalpark gen Fähre.
Ein kurzer Zwischenstopp auf einer LKW-Wage offenbarte die Auswirkungen der guten Rallye-Nahrung. Alles zusammen bringen wir es auf respektable 2,9t. Auf den letzten Drücker erreichten wir die Fähre in Bodø, welche wir nach kurzer Diskussion mit den norwegischen Fährmädels als vorletztes Fahrzeug enterten. Nach entspannten 3h auf dem Sonnendeck erspähten wir die atemberaubende Kulisse der Lofoten. Völlig fasziniert fuhren wir, unterbrochen von unzähligen Fotostopps, in Richtung unseres Tagesziels: der ersten großen BSC-Party am Strand von Gimsøy. Zusammen mit den anderen Teams feierten wir bei Mitternachtssonne, Bier und BBQ die ersten 2500km. Genialer Tag!

Stage 6: Gimsøy – Skibotn (460 km | 9h)

Johannes - 23.06.17: Geplättet von den Bier des Vorabends und einer eiskalten Nacht kamen wir am 6. Tag erst langsam in die Pötte. Umso besser tat das Frühstück mit frischem Obst und Müsli an einer einsamen Bucht. Dementsprechend gestärkt ging es vorbei an schönsten Lofotenpanorama und unterbrochen von mehreren Drohnenflügen zurück in Richtung des Festlands. Hier begrüßten uns die bisher größten Fjorde unserer Reise, welchen die E6 stetig folgte. Aufgrund einer gesperrten Straße verschlug es uns weniger später auf eine Ausweichroute, die gespickt von Schlaglöchern unsere Rücken weiter maltretierte. Entschädigt wurden wir jedoch von eindrucksvollen Ausblicken, stilvoller Konvoi-Fahrt und regen Funkkontakt mit den anderen Teams. Am Abend entspannten wir temperaturgerecht in der Sauna und genossen Spaghetti Bolognese unseres Nutrition Experts.


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