Alinas Ziel heißt Afrika

Die 18-Jährige möchte bei einer sozialen Organisation mit anpacken

„Die Veränderung ist man selbst!“ – So lautet das Motto der 18-jährigen Alina aus Aspach. Die junge Frau hat große Pläne: Wenn sie im kommenden Jahr ihr Abitur geschafft hat, will sie unbedingt ins Ausland gehen. Doch es soll kein Urlaub werden. „Ich möchte einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst leisten und in einer sozialen Organisation mit anpacken“, sagt Alina. Ins südliche Afrika geht dann die Reise voraussichtlich: entweder nach Südafrika selbst oder nach Namibia.

Nach dem jahrelangen Lernen sehnt sich Alina danach, einfach mal rauszukommen und „Abstand vom deutschen Alltag“ zu gewinnen, wie sie sagt. „Ich möchte in eine andere Kultur eintauchen, etwas völlig Neues kennenlernen und Engagement leben.“ Alina plant, in Afrika in einer Schule die Lehrer im Unterricht zu unterstützen und Freizeitaktivitäten für Kinder zu organisieren. Und warum fiel ihre Wahl auf gerade dieses Ziel? „Meist erscheint Afrika nur negativ in den Medien. Deshalb möchte ich mir selbst ein Bild machen und anschließend von meinen Erfahrungen berichten.“


Alina vor ihrer Reise

Eine fremde Kultur kennenlernen

Ihren Freiwilligendienst organisiert Alina mit Hilfe der „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. Der Verein, der sich an der Waldorfpädagogik orientiert, wird unter anderem durch das Bundesentwicklungsministerium und das Bundesfamilienministerium gefördert.  Seit 1993 haben mehr als 7000 Jugendliche mit Hilfe der Organisation an Freiwilligendiensten in über 60 Ländern teilgenommen.  Ziel ist es, die Kultur des Gastlandes kennenzulernen, die eigenen sozialen Kompetenzen auszubauen – und nicht zuletzt seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.

Um ihre etwa einjährige Reise ins Ausland zu finanzieren, sammelt Alina gerade Spenden. Auch die Volksbank Backnang unterstützt die Aspacherin. Sie baut sich selbstständig einen Kreis aus Unterstützern auf, die einmalig für einen „Förderfonds Freiwilligendienste“ spenden. Zusätzlich gibt es staatliche Förderprogramme.


Alina mit Tenzile aus der Mein VR-FUTURE Redaktion, im Gespräch über ihre Reise nach Afrika

Hilfe für die Kinder in den Townships

Freiwillige können bei verschiedenen Projekten der „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“  aktiv werden, wie dem Centre for Creative Education in den Townships Kapstadts. Die Freiwilligen unterstützen die Erzieher bei ihrer täglichen Arbeit – von pädagogischen Aufgaben wie Spielen, Basteln, Musizieren bis zum Windelwechseln bei kleineren Kindern. In der Schule stehen Englisch, Lesen, Mathe, aber auch handwerkliche Arbeiten auf dem Plan.

In einem Waisenhaus in Namibia helfen die Freiwilligen bei den Hausaufgaben und geben Nachhilfe. Außerdem gibt es viel Logistisches zu tun: Einkaufen, Autofahrten zum Arzt und vieles mehr.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Farm nahe Windhoek gibt es zudem eine Schule, die für etwa 300 Kinder und Jugendliche Kinderheim, Hort und Schülerheim zugleich ist. Es sind also vielfältige Aufgaben, die auf Alina warten könnten.

An ihren Erfahrungen will Alina auch andere teilhaben lassen und damit Jugendliche inspirieren, die sich für einen Aufenthalt im Ausland interessieren. Wenn es soweit ist, werden wir die Reise der mutigen Aspacherin auf jeden Fall verfolgen.

Bis dahin wünschen wir ihr viel Glück bei der Vorbereitung ihres großen Abenteuers.