Ankunft in Namibia

„Jetzt freue ich mich erstmal auf meine erste Arbeitswoche"

Alinas Reise hat begonnen und schon haben wir den ersten Bericht von ihr bekommen.  


Alinas erste Eindrücke:

Ein anstrengender Flug mit insgesamt 16 Stunden in der Luft, zwei Umstiegen und einer unruhigen Nacht lagen hinter uns. Und plötzlich waren wir da, in Afrika.

Wer hat dabei keine genauen Vorstellungen? Ich stellte mir immer viel Kriminalität, Hitze und wilde Tiere vor. Naja wilde Tiere gibt es hier in Namibia wirklich und es ist auch kein Scherz, wenn jemand sagt er hätte gleich am ersten Tag einen Pavian gesehen. So erging es Louisa (mit der ich hergeflogen bin und zusammen wohne sowie auch arbeite) und mir nämlich auch, als wir vom Flughafen zu unserer kleinen Wohnung fuhren. Noch dazu schien der Pavian inklusive kleinem Gepäck auf dem Rücken nicht sehr beeindruckt von unserem Wagen und brachte sich nur schleppend von der Straße.

Zur Kriminalität kann ich nur sagen, dass ich noch nicht viel davon mitbekommen habe. Natürlich gibt es hier durch die Armut bedingt mehr Diebe, aber dem kann man z.B. durch abschließen der Haustüre vorbeugen.

Die Hitze jedoch wird noch kommen...momentan ist hier Frühling mit angenehmen 30°C mittags und ca 12°C nachts. Afrika-Feeling ist bei mir daher noch nicht wirklich aufgetreten. Das kann aber auch an deutschen Nachbarn, dem deutschen Supermarkt und einem indischen Restaurant liegen. Natürlich gibt es hier aber auch Unterschiede zur Heimat. Zum Beispiel die nicht vorhandenen Türklingeln oder Gehwege und natürlich besitzt zumindest in diesem Stadtviertel jeder ein Gitter um sein Grundstück, welches manchmal sogar mit einem Elektrozaun verstärkt wird.

Lousia und Alina

Das namibische Leben ist meist nicht so strukturiert und “perfekt” wie in Deutschland. Aber mit etwas Humor nimmt man einen ständig tropfenden Wasserhahn, eine kaputte Spülung und einer Türe, die lieber auf als zu ist, lässig hin. Das Problem mit dem tropfenden Hahn haben wir erstmal mit einem Eimer gelöst um es nicht zu vergeuden, denn in Namibia gilt Wassersparen für alle. Später können wir es dann für ein paar Pflanzen benutzen, da man diese streng genommen nicht mehr gießen darf.

Unser einziges Problem ist momentan eine Internetflat zu besorgen. Eigentlich stellt das in Windhoek kein Problem dar und ist sogar noch sehr billig wenn man bedenkt dass man für 100 Freiminuten, 700 FreiSMS und 1GB wöchentlich nur 35N$ also umgerechnet 2,19€ zahlt. Doch bei mir und Louisa wollte es einfach nicht funktionieren. Da konnte selbst der Nachbar uns nicht helfen, weshalb er uns erstmal sein WLAN Passwort gab, bis wir das Problem lösen können.

Wichtig zum Einkaufen ist auf jeden Fall die 16er Reihe auswendig zu lernen, da 1€ ca 16 Namibischen Dollar entspricht.

Den Kindergarten (unsere Arbeitsstelle) haben wir am Freitag zusammen mit den zwei Leiterinnen schon eingerichtet und geputzt, da hier 3 Wochen Ferien waren und nun weiß ich auch, dass ich mit den 1 1/2 bis 3 jährigen arbeiten werde.

Jetzt freue ich mich erstmal auf meine erste Arbeitswoche, welche am Montag beginnt und natürlich auf alle weiteren Erfahrungen die auf mich zukommen werden.

Ach und auf was ich noch hinweisen will, dass alles von mir berichtete ausschließlich meine Sichtweise darstellt und ich damit auf keinen Fall irgendjemanden diskriminieren möchte.

Der Kindergarten