Alina auf Erkundungstour durch Afrika

aufregender Urlaubstrip mit vielen Erlegnissen

Alina: Wie ist Weihnachten im Sommer? Wie ist es, ohne Familie in einem fremden Land zu feiern? Und wie verbringt man seinen Geburtstag, wenn all die Glückwünsche einen nicht erreichen?
Das Krippenspiel im Kindergarten war geschafft, Medikamente für die Reise waren besorgt (denn
wir wollten in das Malaria-Hochrisikogebiet) und die Taschen waren gepackt. Der wohl
aufregendste und faszinierendsten Urlaubstrip während meines Freiwilligendienstes konnte
beginnen.
Uns war klar, dass es sowohl lustig, spannend, beeindruckend sowie einsam, nervenaufreibend
und anstrengend werden würde, aber trotzdem machten wir 9 Volunteers uns auf den Weg
Richtung Botswana.
Die Republik Botswana liegt im Herzen des südlichen Afrikas und grenzt östlich an Namibia. Das
Land erstreckt sich auf über 582.000 km² und mit jedoch nur 2 Millionen Einwohnern zählt es zu
den weltweit am dünnsten besiedeltsten Ländern. 17% der Landesfläche bestehen aus
Nationalparks und weitere 22% stehen unter dem Schutz des "Wildlife Departments". Damit hat
Botswana eine der größten Naturschutzflächen weltweit. Kontraste wie das heiße Becken der
Kalahari und die faszinierende Wasserwelt des Okavango Delta ziehen zudem jedes Jahr viele
Touristen an.
Bevor es jedoch los ging mussten wir noch einkaufen. Dabei wurden die Autos halb voll mit über
200 Litern Wasser beladen, aber wir wollten ja auch in die Kalahari und wenn uns dort in der
Wildnis das Wasser ausgeht wäre das kein Spaß bei über 40°C.
Die erste Nacht in unseren Dachzelten war ungewohnt aber gemütlich. Die Zelte sind auf das
Auto geschraubt wie ein Dachträger und werden zum Schlafen nur noch ausgeklappt. Zwar sind
sie mit 1,40m nicht besonders breit dafür aber über 2 Meter lang und mit Fliegengittern
versehen. Außerdem sind sie schön luftig (was super für die Kalahari ist) und man wird morgens
vom Sonnenschein geweckt.
Wir verbrachten die erste Nacht noch auf namibischer Seite, bevor es früh morgens über die
Grenze ging. Um die Grenze zu passieren muss man anders als in Europa erst offiziell ausreisen,
wobei man ein Formular ausfüllen muss und einen Stempel bekommt, um dann offiziell einreisen
zu können und wieder ein Formular und Stempel erhält. Am Ende unserer Reise kannten wir fast
alle unsere Passnummer auswendig und hatten 12 weitere Stempel im Reisepass.

In Botswana wurden wir dann erstmal von lauter Kühen, Pferden und Eseln neben und zum Teil
auch auf der Fahrbahn begrüßt. Das ist jedoch kein Einzelfall gewesen und begleitete uns auf der
gesamten Fahrt. Am Ende wussten wir auch, kommt dir jemand mit Warnblinklicht entgegen
heißt das entweder Polizeikontrolle oder mal wieder Tiere auf der Straße.
Um zu unserem Campingplatz zu gelangen, welcher auf einem Farmgelände lag mussten wir nun
zum ersten mal den Allradantrieb benutzen, da es durch tiefen Sand ging. Nach etwa 50
Tierzäunen, einem Adler, einer Gnu-Herde und einem Kolibri kamen wir an und nutzten erstmal
den Pool für eine kleine Abkühlung. Die Farm besitzte sogar einige freilaufende Löwen, welche
immer mal wieder gefüttert werden (natürlich nur wenn sie wollen). Wir hatten das Glück, dass
ausgerechnet als wir dort waren die Löwen kamen und so konnten wir unsere ersten Löwen keine
10 Meter entfernt bewundern (leider blieben es auch die einzigen, die wir auf der Reise zu sehen
bekamen). Mit Löwengebrüll, zirpenden Grillen und einem prachtvollen Sternenhimmel schliefen
wir am Abend ein (das sollte uns von nun an fast jede Nacht begleiten).

Am nächsten Morgen ging es auf zum "Central Kalahari Game Reserve"
(Dornenstrauchsavanne), welche weltweit das zweitgrößte Wildreservat ist (52.800km²). Etwa
eine halbe Stunde nach dem wir in die Kalahari fuhren sahen wir sie: die Elefanten. Für mich sind
diese Tiere etwas ganz besonderes: sie symbolisieren Stärke, haben einen weichen Kern, sind
friedvoll aber auch gefährlich. Durch ihre Größe haben sie keine natürlichen Feinde und führen in
den Nationalparks ein fast sorgenfreies Leben.
Nach dieser Begegnung schaukelten wir uns weiter durch den Tiefsand zu unserem Stellplatz,
welcher sich völlig allein in der Wildnis befand. Weit und breit befand sich keine Menschenseele
und natürlich gab es weder einen Zaun (zum Abhalten der Tiere), noch ein Toilettenhaus (wer
also einen nervenkitzel braucht, kann sich am Besten nachts allein in der Kalahari einen Busch
zum Pipi machen suchen). Dafür ist der Sternenhimmel hier nochmal um das 1000-fache schöner als man es sich vorstellen kann.

Nachdem wir von der Sonne geweckt wurden setzten wir unsere Reise fort. In der Kalahari gibt
es jedoch nicht nur Tiere zu bestaunen, sondern auch gegensätzliche Landschaften. Von Steppen
über Salzpfannen bis hin zu grünen Oasen war alles dabei und natürlich sieht man dort dann auch
die unterschiedlichsten Tiere: elegante Giraffenherden, stolzierende Oryxe, Herden an
Springböcken und Impalas, beschützende Elefanten, seelenruhige Gnus, davonlaufen Strauße,
wartende Geier, flinke Erdhörnchen, beobachtende Schakale, anmutige Kudus und sogar ein Hase
hoppelte vorbei.
Bei all den herumspringenden Tieren vergaß man schnell, was Natur bedeutet, doch das brachten
uns die Geburt eines Springbocks und die Skelette von Kudus, Oryxen und sogar Giraffen wieder
näher. So konnten wir die volle Magie und Ausgeglichenheit der Natur hautnah miterleben.

Was man sich jedoch auch nicht entgehen lassen sollte sind die zauberhaften Sonnenuntergänge,
welche jeden Abend anderst aber doch genauso faszinierend sind. Trotz der endlosen Weite, einem Gefühl der unendlichen Freiheit und Unbekümmertheit freut man sich ein fremdes Auto zu sehen, denn all die Selbstfahrer sind wie eine kleine Gemeinschaft, welche sich gegenseitig Tipps geben und bei Problemen helfen, aber dazu komme ich später nochmal.
Nicht alle Tiere verstehen dass die Autos auf den Straßen fahren und rennen deshalb oft direkt
vor der Motorhaube vorbei anstatt in entgegengesetzter Richtung wegzulaufen. An unserem
5.Tag kreuzte dann ein Gepard genau vor uns die Straße und das Beste: wir haben alles mit der
GoPro gefilmt.

Das einzig Störende war die Hitze, welche durch fehlenden Schatten in manchen Momenten
unerträglich war. Auch im Auto mit Klimaanlage schwitzen wir und die Sonne schien unerbittlich
durch die Scheiben weshalb wir selbst dort manchmal etwas über unsere Arme legten um keinen
Sonnenbrand zubekommen. Da meine Haut auch noch die hellste von allen ist, sah man mich nur
selten ohne meine helle Sommerstrickjacke und meinem Strohhut. Trotzdem schaffte ich es ohne
nennenswerten Sonnenbrand bis nach Hause.

Etwas ganz besonderes in der Kalahari und fast schon Luxus waren die "Plumsklos" und die
"bucket showers", denn es ist wie schon erzählt nicht zwingend ein Waschhaus vorhanden und da
kommen einem manchmal die "bucket showers" ganz gelegen. Nach 3 Tagen ohne Dusche freut
man sich nämlich wieder den ganzen Schmutz und das Mückenspray abzuwaschen. Diese
Duschen bestehen aus einem Eimer und einer Plastikflasche o.ä. mit Löchern im Boden. Man
muss nur noch Wasser einfüllen und schon kann man sich waschen. Aufpassen muss man nur,
dass man noch genügend Wasser für die Weiterreise besitzt.

Das Motto: der Weg ist das Ziel, traf sehr gut auf uns zu, denn nicht das Ankommen auf einem
Camping-/ Stellplatz, sondern das Umherfahren definierte unsere Reise. Trotzdem freuten wir uns
auch, wenn wir mal mittags ankamen, denn dann hatten wir genügend Zeit um die Gegend zu
erkunden, Mittag zu essen und ein Buch weiter zu lesen, da das während der Fahrt recht schwer
ist.

Am 7.Tag verließen wir die Kalahari und machten uns auf nach Maun. Maun besitzt ca 50.000 Einwohner und ist der wichtigste Startpunkt für Safaris in das Okavango Delta. Auch wir bereiteten uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise vor, aber dieser war erstmal in die Nxai-Pan. Die ''Nxai-Pan" sind 2578 km² groß und berühmt für die Baobabs oder auch Afrikanische Affenbrotbäume. Das sind riesige Bäume mit dicken Stämmen und typisch für das afrikanische Bild.

Die vorhandenen Salzpfannen sind die Überreste eines großen Sees und können sich
gegebenenfalls wieder mit Wasser füllen, was wir auch bemerkten aber dazu gleich mehr.
Um 18:40 Uhr kamen wir am Gate an (schließt um 19:00) und wurden noch rein gelassen. Kurz
dahinter trafen wir auf eine riesige gemischte Herde mit Elefanten und Giraffen direkt an der
Straße. Nur leider hatten wir keine Zeit diese lange zu bestaunen, da ein Gewitter nahte und die
Sonne schon unterging.

Bei Nacht darf man nämlich in den Parks nicht mehr fahren, da die Gefahr zu groß ist ein Tier auf
der Fahrbahn zu übersehen. Durch das Gewitter und die matschigen Pfannen rasten wir zu
unserem Stellplatz, welcher fast nur aus Termiten bestand und bauten alles schnell vor dem
Regen auf. Nach einer nassen Nacht mit Dauerregen krochen wir am Weihnachtsmorgen aus unseren Zelten und sahen einen See, direkt vor uns -schöne Bescherung-. Die Pfanne, durch die wir am Abend gefahren sind hat sich über Nacht mit Wasser gefüllt und sich zu einem ca. 20 cm hohen See entwickelt.

Wir standen also mit unseren Autos wie auf einer Insel umgeben von Wasser. Zum Glück war der
Stellplatz etwas erhöht, sodass wir nicht unter Wasser standen. Trotzdem stellte sich uns die
Frage: wie kommen wir von dieser Insel runter mit zwei Autos, die nicht für Flussdurchfahrten
versichert sind? Uns blieben genau zwei Möglichkeiten: 1. Warten bis das Wasser wieder
abgeflossen ist, was möglicherweise auch erst in ein paar Tage sein kann, oder 2. Durchfahren
und auf gar keinen Fall stehen bleiben, denn dann steckt man in dem schon am Vorabend
matschigen Untergrund fest. Nachdem es wieder anfing zu regnen entschieden wir uns für
zweiteres und machten uns startklar. Wir beschlossen, dass immer nur ein Auto fährt, sodass
nicht beide feststecken oder das eine vom anderen ausbremst wird. So fuhren/rutschten wir durch die Pfanne und kamen tatsächlich alle unbeschadet auf der anderen Seite wieder an. Aber damit hatten wir es nicht geschafft, denn bis zu unserem neuen Campingplatz warteten noch weitere Matschlöcher auf uns.

Irgendwann mussten wir durch eine weitere Pfanne, die jedoch nicht mit Wasser vollgelaufen
war. Dabei sahen wir einige Zebras, bis wir zu rutschen anfingen. Trotz geradem Lenkrad drehte
sich das Auto im Matsch um 180° und egal was man versuchte, es nutzte nichts. Fast wären wir
auch ineinander gefahren, da sich das eine Auto drehte und das andere nur mit Glück noch gerade so vorbeikam. Bei dem Drehen zog es jedoch ein Reifen von der Felge und so standen wir
erstmal wieder und wechselten den Reifen aus.

Endlich am Platz angekommen fanden wir ein riesiges Waschhaus vor, was uns vorkam wie ein
Weihnachtsgeschenk. Noch nie hatte ich mich so sehr auf eine Dusche gefreut wie an diesem
Weihnachten. Als wir alle frisch geduscht, die Wäsche gewaschen und unsere Zelte getrocknet
waren gab es Braten und Früchtepudding als Festmahl. An unserem eigenen Weihnachtsbaum
sangen wir noch bis in die Nacht Lieder und erzählten uns Geschichten. So fühlte sich
Weihnachten ganz anders an aber trotzdem besinnlich und durch die Erzählungen waren unsere
Familien auch dabei.

Am nächsten Tag ging es wieder nach Maun und diesmal bereiteten wir uns wirklich für das
Okavango Delta vor.
Während so einer Fahrt denkt man natürlich auch immer wieder an die Familie zuhause. Da man
in den Nationalparks jedoch keinerlei Handyverbindung hat und sich durch Botswana sowieso im
Ausland befindet besitzt man wenig Möglichkeiten Kontakt aufzunehmen. Die meisten denken
jetzt wahrscheinlich es sind ja nur 3 Wochen, aber wenn man seit 4 Monaten nicht Zuhause war
und nur durch WhatsApp sowie Skype sprechen kann, können 3 Wochen verdammt lange sein.
Zudem kamen noch der Geburtstag von meinem großen Bruder (hiermit nochmal alles Gute
Jannis), Weihnachten, mein eigener Geburtstag und Neujahr. Deshalb hatte ich versucht in Maun
wenigstens eine SMS zu verschicken, doch wie es natürlich kommen musste hatte ich meinen Pin
vergessen und so gab es dann doch keinen Weihnachtsgruß.

Das "Moremi Game Reserve" (4.871 km²) wurde 1963 zum Schutz des wildreichen Teils des
Okavango Deltas bekannt gegeben. Durch seine fast unberührten Wald-, Sumpf- und
Trockenlandschaften war es für mich atemberaubend schön, wie sich hier die Natur alleine
gestaltete und zu Lebensraum für verschiedenste Tierarten wurde. Im Park traffen wir dann auch prompt auf Impalas, Giraffen, Elefanten, Zebras, Erdhörnchen und Warzenschweine.

Als wir hinter einer Kurve aus dichtem Wald herausfuhren trafen wir plötzlich direkt auf einen
Elefanten, welcher nur ca. 5 Meter entfernt stand und uns anstarrte. Zum Glück sah er uns nicht
als Gefahr, sodass wir nach einigen Fotos problemlos weiterfahren konnten.

Nach einigen Pfützen geschah es jedoch -wir steckten fest-. Weil das spröde Abschleppseil riss
hieß es für uns graben, Holz suchen und den gesamten Kofferraum leeren. Als es schließlich
klappte und wir frei waren durften unsere zwei mutigen Pfützendurchwanderer Louisa und Lea
durch jede größere Pfütze waten um sicherzustellen, dass diese nicht zu schlammig oder tief sind.

Als wir dann endlich an Seen vorbeikamen sahen wir auch endlich ein Flusspferd/Hippo. So
schön es auch war endlich einem zu begegnen, so gruselig war es auch sie nachts zu hören bzw.
Fußabdrücke zu sehen.

An unserem 11.Tag mussten wir einen großen Umweg fahren, da ein Teil der Strecke völlig
geflutet war. Das hieß leider statt einer halben Stunde sechs Stunden Fahrt für uns, da alle
Umfahrungen auch unter Wasser standen und wir so das komplette Okavango Delta umrunden
mussten. Leider war es als wir ankamen schon zu spät für eine Bootstour, weshalb wir diese
erstmal auf den nächsten Morgen verschoben.

Am nächsten Morgen jedoch stellten wir fest, dass die Autobatterie zu schwach zum Starten war.
Zwar konnten wir die Batterie mit dem anderen Auto überbrücken, dennoch machte es uns
Sorgen.
Zudem kam, dass Linus einen Insektenstick hatte, der über Nacht den ganzen Bauch anschwellen
ließ und höllisch schmerzte. Das brachte uns zu dem Entschluss direkt zur nächstgelegenen Stadt
zu fahren, einen Arzt aufzusuchen und zur Werkstatt zu gehen. Da wir Maun schon lieb
gewonnen hatten (nicht) und es die nächste Stadt war fuhren wir wieder den kompletten Weg (5
Stunden) zurück. 1 1/2 Stunden vor Maun blieb plötzlich das Auto stehen -es war komplett leer-.
Anne erzählte uns, dass sich nach und nach alle Lichter im Wagen abschalteten bis sogar die
Tachoanzeige runter ging und sich der Motor ausstellte. Dann war es an der Zeit das
Satellitentelefon in Gebrauch zu nehmen und unseren Autoverleiher zu kontaktieren. Während
einige auf den Reperaturservice warteten fuhren wir weiter nach Maun um zum Arzt zu kommen.
Dieser gab Linus Medikamente und durfte weiter mit uns fahren. Dank dem Arzt und seinem
WLAN konnte ich auch noch eine Nachricht aus Maun nach Hause schicken. Danach ging es weiter
zur Werkstatt, da unsere Achse knackte. Dort trafen mittlerweile auch die anderen mit einer
geliehenen Batterie ein. Uns wurde erzählt, dass der Autverleiher keinen Service in den
Nationalpark schicken konnte und sie sich eine neue Batterie suchen sollten. Zum Glück gab es
ein paar nette Camper, die ihnen eine Ersatzbatterie liehen und mit der sie bis nach Maun kamen. In der Werkstatt wurden dann die Kontakte für die Lichtmaschine ausgewechselt, was schuld für die leere Batterie war. Das Problem mit der Achse konnte man jedoch nicht beheben, weshalb unser Autovermieter uns in Kasane ein neues Auto bringen wollte. Nach 4 Stunden warten suchten wir uns abends endlich eine Unterkunft in Maun.

Am nächsten Tag fuhren wir dann 6 Stunden bis nach Kasane aber nicht wie geplant durch den
Chobe, sondern auf Asphaltstraßen. Zwar haben wir am Straßenrand schon einige Elefanten und
Giraffen gesehen -man braucht also gar nicht in einen Nationalpark gehen-.
Dennoch wünschten wir uns am Abend noch ein paar Tiere. Da der Campingplatz ein Wasserloch
Besitz an das immer wieder Tiere auftauchen versuchten wir unser Glück und tatsächlich kam
eine riesige Herde Elefanten nach und nach zum Wasser. Sogar ganz kleine waren dabei und
lernten von den großen wie man seinen Rüssel benutzt.

Gut ausgeschlafen kam unser neues Auto und wir konnten über die Grenze nach Zimbabwe
fahren. Am Backpacker-Hostel in Victoria Falls, welche unsere Unterkunft für die nächsten 3
Nächte war, wurden wir mit einem liebevoll eingerichteten Außenbereich und netten Schildern
(smile, you arrived) empfangen. Nach einem leckeren Abendessen, dem Disney-Channel und ein
paar Runden UNO überraschten mich die anderen um 24:00 Uhr mit "Happy Birthday". So fing
also mein 20. Lebensjahr an.

An meinem Geburtstag fuhren wir endlich zu den "Victoria Falls". Die Wasserfälle liegen zwischen Zimbabwe und Zambia und gehören seit 1989 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Mit einer Breite von 1.737 m und einer Höhe von 107 m sind die Victoriafälle der breiteste Wasserfall der Erde.
Ich konnte mir an diesem Tag nichts schöneres vorstellen als dort zu sein und die tosenden
Wassermassen zu bestaunen. Rings um die Wasserfälle breitet sich ein dschungelartiger Wald
aus, der durch den Sprühregen mit Wasser versorgt wird. Das war auch der Grund, weshalb wir
am Ende der kleinen Wanderung komplett durchnässt waren. Noch nie habe ich etwas
vergleichbares wie dieses gigantisch, wunderschöne Naturschauspiel gesehen.

Da in der Stadt ein dreitägiges Festival (29 - 31.12.) stattfand, entschlossen wir uns dazu dort in
das neue Jahr zu starten. Den Mexikaner Juan und die Franzosin Pauline, welche wir im Hostel
kennenlernten schleusten wir auch rein. Leider war die Musik nicht die Beste, weshalb schon um
4 Uhr nicht mehr viel los war. Trotzdem hatten wir einen tollen und verrückten Abend mit
tanzenden Diskokugeln, Limbo-Begeisterten und neuen Bekanntschaften aus aller Welt
-Happy New Year-.

Der erste Januar verlief wie immer ruhig. Diesen beendeten wir mit mexikanischem Essen und
Ukulele-Klang.
Am 2.1. ging es schon wieder nach Botswana, aber diesmal mit 3 Autos, da Pauline & Juan mit
fuhren. Kurz nach der Einreise wurden wir noch einmal gestoppt, da man kein Obst mit sich
führen darf. Also hieß es 3 Kilo Äpfel essen bevor es weiter gehen konnte. In Kasane fuhren wir
wieder zu dem uns bekannten Campingplatz, doch diesmal waren die Elefanten nicht am
Wasserloch (da es kurz vorher stark regnete) sondern nur knapp 20 Meter entfernt von uns. Durch den Stromausfall hatte man diese nicht kommen sehen und so waren wir alle erstaunt als plötzlich jemand "Elefant'' rief.


Weihnachten mal anders