Vorsorge zum Ausbildungsbeginn

Eine erste Orientierungshilfe

Mit der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags fällt der Startschuss für einen neuen Lebensabschnitt indem sich vieles verändert! Viele bekommen das erste Gehalt ihres Lebens und sollten bereits jetzt an ihre Absicherung denken.

Die Ansprüche und Wünsche steigen mit dem ersten Gehalt. Für Auszubildende ist es die Bestätigung, dass sie finanziell auf eigenen Beinen stehen auch wenn manche Risiken eventuell noch über die Eltern abgedeckt sind.

Was macht daher beim Start in die Ausbildung wirklich Sinn?

Finanzieller Überblick und Planung von Reserven

Für eine sinnvolle Planung ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen:

  • Wie viel von meinem Gehalt möchte ich tatsächlich jeden Monat ausgeben?
  • Welche größeren Wünsche möchte ich mir zeitnah, und welche in weiterer Zukunft erfüllen?

Aus einer solchen Überlegung wird ersichtlich, wie viel Sie jeden Monat für Ihre Wünsche auf die Seite legen sollten. Für solche „Reserven“ eignen sich klassische Banksparpläne, diese unterliegen keinen Kursschwankungen und enthalten oftmals eine Bonus-Variante.

Den Schutz vor Überversicherung…

können Sie sich nicht kaufen. Hier hilft nur ein guter Versicherungscheck mit Ihrem Kundenberater. Dieser sollte, wenn sich Einkommen oder familiäre Situation ändern, regelmäßig wiederholt werden, um Absicherungslücken oder Überversicherung zu vermeiden.


Berufsunfähigkeit

Auch junge Menschen können durch Unfall oder Krankheit plötzlich berufsunfähig werden. Gerade Berufseinsteiger haben – mit Ausnahme von Arbeitsunfällen – keinen gesetzlichen Anspruch auf eine sogenannte Erwerbsminderungsrente. Daher ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufseinsteiger besonders wichtig, da i.d.R. kaum Rücklagen für Notfälle vorhanden sind. Im Hinblick auf die Beitragshöhe ist ein Abschluss in jungen Jahren zudem oft günstiger. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt dann ein, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen vor Rentenbeginn aus dem Arbeitsleben ausscheiden müssen.

Private Haftpflicht-Versicherung

Diese wird spätestens mit Abschluss der Ausbildung unabdingbar, ab diesem Zeitpunkt sind Auszubildende nämlich nicht mehr über die Eltern mitversichert. Sie deckt die kleinen und großen Missgeschicke ab, die im schlimmsten Fall Schäden in Millionenhöhe nach sich ziehen können. Daher ist eine Haftpflicht-Versicherung eigentlich kein „Kann“ sondern ein „Muss“.

KFZ-Versicherung

Wer mobil ist und ein eigenes Auto hat sollte sich auch hier gut absichern. Eine KFZ-Haftpflicht-Versicherung ist bei der Anmeldung eines eigenen Fahrzeugs gesetzlich vorgeschrieben. Sie schützt den Versicherten vor Ansprüchen, wenn durch sein Fahrzeug Personen verletzt oder getötet, Sachen beschädigt oder zerstört werden oder ein Vermögensschaden auftritt.
Einen Schaden am eigenen Auto (ohne eigene Schuld, z.B. Diebstahl) wird durch eine KFZ-Teilkaskoversicherung abgedeckt.
Die KFZ-Vollkaskoversicherung ersetzt selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug. Wann welche Versicherung Sinn macht entscheidet nicht zuletzt der Wert des Fahrzeuges.

Hausratsversicherung

Der Hausrat sollte dann versichert werden, wenn es sich um eine hochwertige oder moderne Einrichtung handelt, seien es teure Designer-Möbel oder die neuesten technischen Spielereien. Die Hausratversicherung schützt vor den finanziellen Folgen (--> wegen Neu-Anschaffung) zum Beispiel bei Einbruchdiebstahl, Raub, Feuer, Leitungswasser, usw.


Altersvorsorge

Der Vorteil schon in jungen Jahren aktiv für seine Altersvorsorge vorzusorgen liegt auf der Hand: durch die lange Ansparzeit kann man auch mit relativ geringen monatlichen Beiträgen viel erreichen. Wer das gleiche Ergebnis erzielen will, aber erst Jahre später damit anfängt, muss monatlich dann eben tiefer in die Tasche greifen. In Zeiten der Minizinsen bereitet das Sparen zwar wenig Freude. Ein Aufschieben der Vorsorge ist jedoch die falsche Entscheidung. Besonders da sollte mehr gespart werden, um trotz niedriger Zinsen sein Sicherungsniveau erreichen zu können.

Ein wichtiger Baustein der Vorsorge ist die staatlich geförderte Riester-Rente. Je nach Höhe der Einzahlungen, Familienstand und Erfüllung weiterer Voraussetzungen zahlt der Staat eine jährliche Zulage. Außerdem ergeben sich lohnende steuerliche Vorteile.

Ein weiteres Plus für Berufsstarter: wer im Jahr des Vertragsschlusses das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält einen einmaligen Berufsstarterbonus von 200 Euro.

Eine weitere Möglichkeit der Vorsorge gibt es direkt über den Arbeitgeber mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Hier werden die monatlichen Beiträge direkt vom Bruttoeinkommen abgezogen. Dadurch sparen Sie Steuern und Sozialabgaben.

Viele Firmen zahlen Ihren Angestellten vermögenswirksame Leistungen (VL). Für deren Anlage eignen sich besonders Bausparverträge und Fondsparpläne. Auf diese wird innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen eine staatliche Förderung gezahlt. Auch Arbeitnehmer die keine VL erhalten, können mithilfe einer Lohnumwandlung die Förderung in Anspruch nehmen. Ergänzend gibt es speziell beim Bausparen noch eine weitere Förderung, die Wohnungsbauprämie.


Ohne Beratung geht gar nichts

Der Start ins Berufsleben bringt viele Entscheidungen mit sich, auch im Hinblick auf die finanzielle Planung. Finanzprodukte müssen auf das jeweilige Kundenbedürfnis zugeschnitten sein und ergeben im besten Fall ein Komplett-Paket. Deshalb ist eine qualifizierte Beratung bei verlässlichen und provisions-unabhängigen Ansprechpartnern unerlässlich.

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